FOOD PROFILING – Wie gehen wir vor?

Lebensmittel können anhand einer ausreichenden Anzahl valider und stabiler Biomarker eindeutig beschrieben werden. Hierzu ist es erforderlich zunächst mit Hilfe ultra-hochauflösender Technologien Aussagen über die in einem Lebensmittel ablaufenden biochemischen Prozesse auch im Hinblick auf Wechselwirkungen mit der Umgebung (exogene und anthropogene Einflüsse) zu treffen.

Je nach Fragestellung wird dabei die Gesamtheit der DNA (Genom), der Proteine (Proteom), der Stoffwechselprodukte (Metabolom) und der Element- bzw. der Isotopenprofile (Isotopolom) analysiert. Die hierfür angewendeten Technologien (Genomics, Proteomics, Metabolomics und Isotopolomics) leiten sich von den o.g. Begriffen ab. Da die dadurch erhaltenen hypothesenfreien und hochaufgelösten molekularen Fingerabdrücke (FOOD FINGERPRINTING) eindeutig sind, besteht die Möglichkeit zwischen einer Referenz und einer unbekannten Probe unterscheiden zu können. Jedoch werden bei dieser Vorgehensweise vergleichsweise große Datenmengen erhalten, die mit softwaregestützten Verfahren auf die Schlüsselkomponenten mit der größten Varianz zwischen verschiedenen Probenpopulationen reduziert werden müssen, um lediglich die relevanten Informationen zu extrahieren. Die auf diese Weise identifizierten Unterschiede (Markergruppen) können im Anschluss durch gerichtete, sog. targeted-Analysen, absolut quantitativ (FOOD TARGETING) bestimmt werden. I.B. aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes, d. h. durch die vernetzte und multidimensionale Erfassung aller relevanten molekularen und atomaren Ebenen (FOOD PROFILING), wird ein einzigartiges, systemweites und fälschungssicheres Abbild einer Probe erhalten und auf dieser Basis deren Individualität in eindeutiger Weise definiert.